10. Zeisholzer Teichlauf

vom 17.08.2012

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ein erstes Fazit

* Wenn Ihr etwas mit Euch lange Zeit rumtragt, was Ihr „schon immer mal machen wolltet“ – nehmt es in Angriff und tut es einfach, viele Dinge werden mit steigendem Alter nicht einfacher.

* In den alten Ländern gibt es meistens Radwege an gefährlichen Strassen, auch wenn sie nicht immer zur Benutzung einladen (sondern durch blaue Schilder erzwungen werden) – in den durchfahrenen Abschnitten in den neuen Ländern bis auf wenige Ausnahmen nie (liegt vielleicht auch an der jahrzehntelangen CDU-Regentschaft – was nicht gut ist für die Autoindustrie, existiert nicht).

* Radfahrer gehören innerorts auf die Strasse, ausserorts auch, wenn es keine Radwege gibt. Vielleicht erklärt mir jemand mal den Sicherheitsgewinn für irgendeinen Verkehrsteilnehmer, wenn man gezwungen wird (bei 15€ Strafe pro Schild), mit 30-35 km/h 1m an Haustüren vorbei zu fahren und an fast jeder Einmündung übersehen wird.

* Auch angeblich so fahrradfreundliche Städte wie Münster machen die gleichen Fehler wie die anderen kleinen und großen Städte. Es ist ein Horror, eine Großstadt zu durchqueren.

* Radler werden immer noch als ältere Herrschaften mit viel Geld, Zeit und Langeweile angesehen, die gerne 40 % längere Wege als andere Verkehrsteilnehmer in Kauf nehmen. Sie werden dann bei einem Weg, der über 20 km in die nächste Kreisstadt führen würde (für Kraftfahrer), locker über Feldweg A über Hutzliputzlihausen, Kleinkleckersdorf mit Aussichtspunkt B gelotst. Gesamtstrecke 27 km.

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Noch was

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So sieht übrigens ein Ausschnitt aus dem Parkplatz einer Bocholter Berufsschule aus. Vergleicht das mal mit dem Parkplatz vorm „Seecampus“ in Schwarzheide.

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Altersteilzeit?

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bis zur Haustür

Die 20 km bis Riesa waren heute früh schnell abgefahren, die Suche nach einem guten Weg von der Elbe bis Ortrand war ein wenig aufwendiger. Da ich nach Norden abgekommen war, landete ich über Strauch in Hirschfeld. Die letzten 20 km waren dann kurz nach halb 11 auch Geschichte. Insgesamt waren das heute 71 km, die Gesamtstrecke von Bocholt bis nach Hause 703 km.

Da mein Beckenboden gelitten hat, werde ich in den nächsten beiden Tagen nicht aufs Rad steigen. 2-3 Kilo haben sich auch in Wasserdampf und CO2 aufgelöst, das werden wir am Sonnabend bei Salvatore in Radebeul wieder ausgleichen (ich hoffe, er macht auch Tomatensuppe).

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Etappe 5

Nach dem ich heute in Querfurt gleich mal in die falsche Richtung gestartet bin (alle Hinweisschilder für Autofahrer orientieren sich an der A38), durfte ich 10 km zurück fahren. Mit Rückenwind fährt das Rad wie von selbst. Ab Merseburg ist die Strecke recht gefährlich, da es auch im Jahr 22 nach Beginn der Verkehrsexplosion praktisch keine Radwege gibt. So sitze ich jetzt kurz nach 11 unter dem kühlsten Gewölbe am Leipziger Markt. Zur Zeit entwickle ich einen eigenartigen Appetit auf Tomatensüppchen, 3 mal in verschiedenen Regionen bestellt und alle sehen genau gleich aus und schmecken auch so. Woran das wohl liegen mag?

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Nach 128 sonnendurchglühten und ausdörrenden Kilometern bin ich in der City-Pension in Oschatz liegen geblieben (und liege immer noch). Das ist zwar gefühlsmässig fast vor der Haustür, aber weiter gehts heute nicht mehr. Morgen noch die 20 bis 25 km bis Riesa und noch die letzten 50 bis nach Hause. Und dann hat meine Frau einen scheintoten Schnarchbären neben sich. Viel Spass.

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Etappe 4

Von guten Wünschen begleitet ging es heute pünktlich los. Kurz vor 9 stand ich in der Innenstadt von Nordhausen – und es gab selbstverständlich keinen Eisbecher und auch kein kaltes Getränk. Bin eine halbe Stunde rumgetigert und habe nichts gefunden. Dann sah ich zufällig so ein poppig-plastikbuntes Lädchen mit dem Frachisenamen Tea-One. Die haben dort Tee als Grundstoff und man kann sich dann verschiedene Früchtegeschichten und Eiswürfel reinmixen lassen. Im Normalfall würde ich meine Familie im 10 km Abstand vorsichtig drumherum lotsen. Ist wahrscheinlich ähnlich gesund wie Speck mit Würstchen zum Frühstück. Aber da die Energie sowieso gleich verbrannt werden wird und es unglaublich kühl war …..
Kurz vor Sangerhausen ging es dann Richtung Allstedt. Nachdem ich die Allstedter Hölle (offizieller Name „Straße der Romantik“ 4 km Anstieg bei 30 Grad und böigem Gegenwind) überstanden hatte, bin ich nun nach 103 km im Querfurter Hof gelandet.
Mein Tachometer zeigt aktuell 504 km. Jetzt geh ich erstmal duschen.

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Ratebild

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Wer erkennt diesen Höhenzug?

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Aber das ist doch…….

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Hat denn der Lode den Doppelplusgut-Warp4-Knopf am Fahrrad gefunden? Und zu spät losgelassen?
Aber nein, eine Oder gibt es auch bei Herzberg im Harz. Und gleich daneben verläuft die „Erlebnisstraße der deutschen Einheit“. Ich hoffe, das erzählt niemand unseren östlichen Nachbarn.
Auf Geheiß meiner besseren Hälfte kaufte ich mir gleich früh eine LSF-30-Sonnenmilch und behandelte mich ausgiebig damit. Eine freundliche Post war auch gleich daneben und so kommt jetzt die Hälfte meines Gepäcks vor mir an. Nach 40 km Qual durch den Sölling gab es 20 km vor Northeim Spaghetti Napoli, die ich mit förmlich reinzwingen musste. Irgendwie bringt mein Körper unter Belastung die Bedürfnisreihenfolge durcheinander. Beim Früchteeisbecher in Northeim war das schon ganz anders. Ich sollte vielleicht von den Motivationsriegeln auf Motivationseisbecher umstellen. Nach 110 km bin ich nun auf einem Bauernhof kurz vor Lauterberg gelandet. Bier gibts ausm Keller und Frühstück ist bei 20 € auch mit drin. Morgen erreiche ich die Vorwahlzone 03, wie weit es reichen wird, ist ungewiß.

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Flachlandbewohner

haben’s nicht leicht im hügeligen Gebiet zwischen Gütersloh und Holzminden. Und dass der Wind auf Osten dreht, war auch nicht so geplant. Und dann die Sonne und die Hitze. Man findet immer Gründe, warum die eigenen Ansprüche nicht erfüllbar sind. Also für’s Protokoll: nach 107 km hab ich gerade so das Hotel Unger in Bevern erreicht. Und mich nach einem kalten Hefe und Dusche ins Bett gelegt. Ich habe zur Zeit auch wenig Hunger, aber das ist sehr schlecht für meinen Energiehaushalt. Ab um 6 hat die Küche auf, dann bringe ich den Koch zum Schwitzen. Ach so, die Co-Wirtin stammt aus Torgelow, auch so einer Flachlandregion.

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